Podskalí, das wie ein moderner Stadtteil am Ufer der Moldau aussieht, war einst eine alte Fischersiedlung, die bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht. Zwei Zeugnisse der Vergangenheit sind jedoch noch erhalten: die frühbarocke Kirche St. Cosmas und St. Damian und das ehemalige Zollhaus in Vytoň, Nummer 412 (auf dem heutigen Rašínovo nábřeží).
Dieses zweistöckige Steingebäude mit Holzboden wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt und spielte eine wichtige Rolle in der örtlichen Wirtschaft. Die Einwohner von Podskalí besaßen das Monopol für den Handel mit Holz, das die Moldau hinunterfloss, so dass in diesem Haus die entsprechenden Zölle erhoben wurden.
Dank der Tatsache, dass das Alte Zollhaus 1908 von der Stadt erworben wurde, haben wir heute die Möglichkeit, einen Einblick in das alte Alltagsleben von Podskalí zu bekommen. Sehen Sie sich verschiedene Bilder, Dokumente und Werkzeuge an, die von Holzhändlern, Handwerkern, Schwimmern, Fischern und anderen Personen benutzt wurden, die in den wichtigsten Industriezweigen der damaligen Zeit tätig waren.
Außerdem können Sie Modelle verschiedener Boote und Flöße besichtigen (und sogar interaktive Erfahrungen mit ihnen machen, indem Sie sich vorstellen, wie es war, die Mittsommerströme zu durchqueren) und etwas über die Geschichte der Dampfschifffahrt und der Frachtschifffahrt in Prag erfahren.