Das Schloss Nelahozeves liegt 35 km nördlich von Prag, hoch über der Moldau, im malerischen Dorf Nelahozeves. Der Ort ist nicht nur als Standort für diese herrschaftliche Residenz bekannt, sondern auch als Geburtsort des großen tschechischen Komponisten Antonín Dvořák.
Geschichte
Das Schloss Nelahozeves stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und befindet sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Lobkowicz. Jahrhundert im Besitz der Familie Lobkowicz ist. Ursprünglich wurde es für den Tiroler Adeligen Florian Griesbeck von Griesbach erbaut, der am Hof von Ferdinand I. diente, doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste seine Familie das belastete Anwesen an Polyxena, 1.
Trotz seines beeindruckenden und noblen Charakters diente das Schloss nie als Hauptwohnsitz der Lobkowicz, sondern wurde vielmehr als Zentrum für die Verwaltung anderer Familiengüter genutzt. Im Jahr 1948 beschlagnahmte die kommunistische Regierung den Besitz, aber 1993 wurde das Schloss Nelahozeves an seine Eigentümer zurückgegeben.
Das Schloss und die Sammlungen
Der Bau des Schlosses, das heute als herausragendes Beispiel der böhmischen Renaissance gilt, dauerte über 60 Jahre. Florian von Griesbach hatte einen recht ehrgeizigen Plan im Kopf - der Entwurf des so genannten castello fortezza wurde von der Architektur des italienischen Manierismus inspiriert. Es verfügt über künstliche architektonische Verteidigungsanlagen, wie z. B. dekorative Bastionen, und aufwändige Sgraffitoverzierungen mit Szenen aus der griechischen Mythologie und dem Alten Testament.
Die Besucher können 12 Räume des Schlosses erkunden und erhalten einen wunderbaren Einblick in das Leben des böhmischen Adels und ganz Mitteleuropas im Laufe mehrerer Jahrhunderte.
Zu sehen sind historische Möbel und Porzellangeschirr, Musikinstrumente, alte Waffen und Jagdutensilien, das Familienarchiv und Porträts. Das wichtigste Highlight ist natürlich die wertvolle Kunstsammlung, die Gemälde von Rubens, Brueghel, Panini, Sassoferrato und Veronese umfasst.