Einer der fotogensten Orte auf dem Gelände der Prager Burg. Diese winzige Straße befindet sich an der Ostseite des Komplexes, zwischen dem Bílá-Turm und dem Daliborka-Turm. Es besteht aus 11 bunten Häusern mit sehr niedrigen Türstürzen, die direkt aus einem Märchen zu stammen scheinen.
Das Goldene Gässchen stammt aus dem 16. Jahrhundert - während der Herrschaft von Rudolf II. wurden diese Häuser in die Burgmauern eingebaut und von königlichen Wachen und Schützen bewohnt. Auch wenn das Goldene Gässchen oft als "Straße der Alchimisten" bezeichnet wird, waren die Alchimisten des Königs in Wirklichkeit woanders tätig.
Im 17. Jahrhundert waren in dieser Straße die königlichen Goldschmiede ansässig, was ihren offiziellen Namen erklärt. Das Goldene Gässchen diente bis zum Zweiten Weltkrieg als bescheidenes Wohnhaus, zu dessen berühmten Bewohnern Franz Kafka und die geheimnisvolle Wahrsagerin Madame de Thebes (Matylda Průšová) gehörten, die das Ende des Nationalsozialismus vorhersagte und von Gestapo-Beamten getötet wurde.
Nach dem Krieg wurde diese malerische Passage renoviert und in ein Museum umgewandelt. Obwohl es oft von Touristen besucht wird, bewahrt es die anziehende Atmosphäre der alten Welt und bietet historische Installationen, die zeigen, wie das Leben hier vor Jahrhunderten aussah. Sie können verschiedene Artefakte und Möbel besichtigen, sich über die kleinen Räume wundern und sich vorstellen, wie die Handwerker hier ihrem täglichen Geschäft nachgingen. Auch das Haus Nr. 22 - Kafkas ehemaliges Wohnhaus - sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
Dort können Sie auch eine mittelalterliche Waffenausstellung besichtigen und in den zahlreichen Souvenirläden einzigartiges Kunsthandwerk und Souvenirs kaufen.