Das Gebäude selbst wurde von Josef Niklas und Jan Bělský entworfen, während die bemerkenswerte Innenausstattung (von 1882-83) von Antonín Baum und Bedřich Münzberger ausgeführt wurde.
František Škroup, der Komponist der tschechischen Nationalhymne, war hier von 1836-45 als Organist tätig.
Dauerausstellung: Die Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren, Teil 2
Diese Ausstellung befasst sich mit der Geschichte der Juden in den böhmischen Ländern, beginnend mit den Reformen Josephs II. in den 1780er Jahren bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Sie beleuchtet die schrittweise Gleichstellung und Emanzipation der Juden in Österreich-Ungarn, beschreibt die Gründung der tschechisch-jüdischen und der zionistischen Bewegung und stellt die bedeutendsten jüdischen Unternehmer, Wissenschaftler, Schriftsteller, Musiker und Künstler (darunter Franz Kafka, Sigmund Freud und Gustav Mahler) vor. Sie befasst sich auch mit der Neugestaltung der Prager Judenstadt, den jüdischen Stätten in Böhmen und Mähren und der Geschichte des Jüdischen Museums in Prag. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Shoah der Juden aus Böhmen und Mähren und dem Theresienstädter Ghetto.